Presse
Das war versuchter Mord
CDU-Mann Andreas Gram findet Totschlags-Ermittlungen ungenügend
Die Chaoten-Bombe vom Sonnabend hat um ein Haar ein Baby im Kinderwagen getroffen: Zum Glück bremste ein geparktes Auto die Wirkung der Explosion, die zwei Polizisten schwer verletzt hatte.
Das berichtete Innensenator Ehrhart Körting (SPD) im Innenausschuss. Dort sprachen es mehrere Abgeordnete aus: Es hätte tödlich für die Beamten enden können. Andreas Gram (CDU) verlangte deshalb, dass die Staatsanwaltschaft nicht wegen versuchten Totschlags, sondern wegen versuchten Mordes ermittelt.
Polizeipräsident Dieter Glietsch kritisierte die Veranstalter der Anti-Spar-Demo: Sie hätten keinen Einfluss auf den Antikapitalistischen Block der Demo, aus dem die Bombe flog. Vielmehr sei von Lautsprecherwagen gegen die Polizei gehetzt worden: „Kooperation kann man das nicht nennen."
Der Innensenator kritisierte wie CDU-Mann Robbin Juhnke das Bundesverfassungsgericht, weil es Vorkontrollen bei Demos neuerdings nur bei konkretem Verdacht erlaubt sehen will. Er nannte das eine „treffliche Entscheidung“, was bei ihm mindestens spöttisch ist. Juhnke findet es „weltfremd“.
Alle fünf Abgeordnetenhaus-Fraktionen verurteilten die Tat gemeinsam. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht in der Tat eine weitere Zunahme linker Gewalt und kündigte härtere Strafen an.
Die drei Männer, die nach dem Anschlag festgenommen worden war, gelten trotz Freilassung weiter als verdächtig. In den Wohnungen der beiden Berliner (21, 33) und des Brandenburgers (21) fand sich „Pyrotechnik", legal und illegal. Zur Beantragung eines Haftbefehls reichte das nicht.
Die verletzten Beamten (36, 47) sollen heute das Krankenhaus verlassen können.
Polizeipräsident Dieter Glietsch kritisierte die Veranstalter der Anti-Spar-Demo: Sie hätten keinen Einfluss auf den Antikapitalistischen Block der Demo, aus dem die Bombe flog. Vielmehr sei von Lautsprecherwagen gegen die Polizei gehetzt worden: „Kooperation kann man das nicht nennen."
Der Innensenator kritisierte wie CDU-Mann Robbin Juhnke das Bundesverfassungsgericht, weil es Vorkontrollen bei Demos neuerdings nur bei konkretem Verdacht erlaubt sehen will. Er nannte das eine „treffliche Entscheidung“, was bei ihm mindestens spöttisch ist. Juhnke findet es „weltfremd“.
Alle fünf Abgeordnetenhaus-Fraktionen verurteilten die Tat gemeinsam. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht in der Tat eine weitere Zunahme linker Gewalt und kündigte härtere Strafen an.
Die drei Männer, die nach dem Anschlag festgenommen worden war, gelten trotz Freilassung weiter als verdächtig. In den Wohnungen der beiden Berliner (21, 33) und des Brandenburgers (21) fand sich „Pyrotechnik", legal und illegal. Zur Beantragung eines Haftbefehls reichte das nicht.
Die verletzten Beamten (36, 47) sollen heute das Krankenhaus verlassen können.